Kandersteg / Berner Oberland

Unser Sommerurlaub 1998 sollte uns in schöne Berner Oberland führen, genauer nach Kandersteg; einem wunderschönen Platz mitten in der Schweiz. Also planten wir für 2 Wochen Wanderrouten und schmiedeten Reisepläne.

Natürlich war die Autofahrt lang und anstrengend; mit Gewitter und Stau, doch unser Ziel entschädigt uns dann auch dafür.

 

Jeden Tag durften wir diese Blick (links) aus unserer Ferienwohnung genießen, wenn es nicht gerade regnete oder vernebelt war.

Die Umgebung von Kandersteg ist ein einziges riesiges Wandergebiet und ist im Winter ein beliebtes Skigebiet für alle Schneeverrückten. Außerdem findet sich hier eines der größtes Pfadfinderlager Europas und deren bunten Uniformen bestimmen des Bild des doch etwas größeren Dorfes.

Eine weitere Attraktion, die man mal mitnehmen sollte, ist die PKW-Verladestation am Lötschbergtunnel, denn die Straße endet in Kandersteg, will man weiter, muss man auf die Schiene. Diese Fahrt Richtung Süden ist was ganz besonderes, denn man muss im Auto sitzen bleiben.

Blick von Wohnung zum Doldenhorn
Es ist auch schon richtig hochgebirgig dort, denn viele Gipfel sind weit über 3000 m hoch. Also so richtig was für Wanderfreaks. Und aus diesem Grund möchte ich euch ein paar Touren zeigen, die wir selbst gemacht haben. Viel Spaß !

Gleich am 2. Tag machten wir uns auf zu einer Wanderung von der Bergstation am Sunnbühl (1920m) zum Gemmipass (2314m). Das ist eine wunderschöne Hochgebirgswanderung im einem Hochtal, das bei wunderschönem Wetter einfach nur gigantisch wirkt. Vom Gemmipass aus kann man dann in Richtung Walliser Alpen (Matterhorn) schauen. Jetzt folgen hier die schönsten Fotos dieser Tour. Übrigens ist diese Wanderung auch sehr familien- und hundefreundlich.

Was für ein Panorama ! Daubensee

Für diese Wanderung haben wir ca. 7 Stunden benötigt (von 9.00 - 16.00 Uhr incl. Seilbahn), doch diese grandiose Landschaft hat uns für den langen Fußmarsch total entschädigt.

Tatelishorn auf dem Weg vom Gemmipasse zurück

Genau eine Woche nach der oben gezeigten Tour wollten wir eine Expedition zum Kanderfirn, dem Gletscher am Ursprungsort des Flusses Kander, unternehmen. Unser Weg führte uns zuerst von Kandersteg über die enge Mautstraße ins Gasterntal. Dort ist es einfach fantastisch, fast unberührt, keine Straße - nein nur ein Kiesweg für Autos, Radler und Wanderer. Lange zieht sich diese "Straße" hin, bis man parken muss und es geht zu Fuß weiter ab Selden (1537m). Die Gletscherzunge liegt dann bei 2400m. (Laufzeit ca. 4 Stunden). Die Tour ist vor allem bei schönem Wetter eine Augenweite - ein Superpanorama begleitet einen links und rechts.

Da hinten hoch wollen wir noch ! Mein Bruder mit Wuffi Maxl übern Fluss
Blick von der Gletscherzunge über den Gletscher Richtung Petersgrat
Mittagsrast an der Gletscherzunge

Dieses Gasterntal hat mich doch sehr beeindruckt mit seiner Einsamkeit und Schönheit. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ich einen anderen Tag nutzte, um mal mit Maxl allein einen Trip in die Teile des Tales zu wagen, durch die wir vorher nur mit dem Auto gefahren waren. Die beiden anderen machten an diesem Tag eine Wanderung zur Blümlisalphütte, die ich wegen meinem Knie nicht mitmachen konnte.
Doch diese Wanderung durch das Gasterntal bei schönstem Wetter hat mich dafür voll und ganz entschädigt.

keine Frage, mein Hund und ich fühlen uns immer von Wasser magisch angezogen. Wasserfälle und Flüsse üben seltsame Anziehungskräfte aus.

Eine Attraktion von Kandersteg und ein beliebtes Wanderziel ist der Oeschinensee auf 1578m . Dorthin gelangt man von Kandersteg aus entweder zu Fuß oder mit dem Sessellift. Der See dient gleichermaßen als Ziel als auch als Ausgangspunkt zu schönen Wandertouren wie Blümlisalphütte (Hochtürli) oder Frundenhütte.
Der See besticht vor allem durch seine tolle Lage mit sanften Stränden und steilen Felswänden. Auch zum Baden ist der See geeignet. Sehr empfehlenswert !

Blick während des Aufstiegs zum See auf Kandersteg
Nun noch ein paar Bilder von weiteren Unternehmungen in und um Kandersteg.

Vorausgesetzt, man nimmt den Autozug durch den Lötschbergtunnel, ist es gar nicht so weit bis ins Mattertal zu fahren um mal in Zermatt am Matterhorn vorbeizuschauen. Doch sollte man sich einen relativ schönen Tag raussuchen, sonst liegt der Berg im Nebel. Übrigens gibt s am Matterhorn und den umliegenden Bergen auch im Sommer offene Skipisten. Auch lohnt sich ein Stadtbummel in Zermatt, zum Einkaufen sollte man sich allerdings mit mehreren Kreditkarten ausstatten. Übrigens kann man nicht mit dem Auto nach Zermatt fahren, das muss in Täsch bleiben, dann gehts mit dem Zubringer weiter.

Kandersteg ist eines der Leistungszentrum im schweizer Skispringen. Für Fans ein Muss, da mal an den Schanzen vorbeizuschauen. Da trainiert fast jeden Tag jemand. Per Wanderweg kommt man auch ganz nah an die Schanzen heran, da dies Naturschanzen sind.

nun noch ein paar Links

www.kandersteg.ch